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Donnerstag, 13. April 2017

Neuigkeiten

Es hat nix mit meinem Brustkrebs zu tun, der ja jetzt nimmer da ist. Doch - in gewissermaßen schon. Ich nehme jetzt schon seit 2 Jahren das Tamoxifen. Dadurch hat sich jetzt bei mir die Gebärmutterschleimhaut verdickt. Im Ultraschall sah es bissle verdächtig aus. Weswegen mich mein Frauenarzt vor 2 Wochen ins Robert Bosch Krankenhaus überwiesen hat. Auch dort war es verdächtig, weswegen mir zur Ausschabung geraten würde.

Heute war es dann soweit. Um 8:30 Uhr musste ich mich zur ambulanten OP im Robert Bosch Krankenhaus melden. Ich kam wieder das supersexy Flügelhemdchen, schicke grüne Mütze und die passenden Socken zum Anziehen und dürfte im Aufwachraum zu meinem Bett maschieren. 

Dort wurde ich von einem ganz netten Team begrüßt. Der Zugang wurde gelegt und das EKG angeschlossen. Dann ging's ab in OP. Hübsch sah er aus. So mit den bunten Lampen, aber a......kalt war es da drin. Danach ging alles sehr schnell. Maske auf, tief einatmen - weg war die Conny. 

Bereits nach 20 Minuten war alles vorbei und ich wachte im Aufwachraum wieder auf. Dort blieb ich, bis wieder klar im Kopp war. Bekam sogar ein fulminantes tolles Menü: Pfeffermintee und Zwieback *lach*. Ich durfte noch ein bisschen ruhen, dann durfte mich mein Mann wieder abholen.

Jetzt heißt es WARTEN. Ja - das kann ich. Auf den 1. Blick meinte die Ärztin, dass es unauffällig aussah. Doch wir wissen mehr, wenn der Patholge das Gewebe untersucht hat.

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Vor 1 Jahr

Genau 1 Jahr ist es jetzt her - 10.12.2014. Da klingelt mittags das Telefon und man überbrachte mir die Diagnose, die unser ganzes Leben auf den Kopf stellte: "Frau Wöhr, die Biopsie ergab doch kein Fibroadenom. Es ist bösartig. Bitte kommen Sie am 15.12.2014 zur weiteren Besprechung ins Brustzentrum." 

Ich höre die Worte noch heute in meinen Ohren klingen. Zum Glück war da gerade Ulrike bei mir. Sie blieb, bis mein Mann kam.

Die Diagnose "Sie haben Brustkrebs" war viel schlimmer, als ich 2004 die Diagnose MS bekam. Der Gedanke Krebs zu haben, war für mich schlimm. Muss ich jetzt Sterben? Ja das waren damals meine Gedanken.

1 Jahr ist das jetzt schon alles her und mir geht es soweit gut. Ob jetzt alles wieder wie vorher ist? Nein. Es hat mich glaub schon verändert. Ich lebe bewusster. Höre mehr auf meinen Körper. Musste ich ja schon wegen meiner MS tun, aber jetzt noch mehr.

Durch die Krankheit habe ich viele nette Leute kennengelernt. Auch auf Facebook fand ich eine tolle Gruppe mit ganz vielen tollen Pinkys, von denen ich auch viele persönlich kennenlernen durfte.

Schön, dass es euch gibt. 

 



Montag, 23. November 2015

Bluttest - Endoxifenspiegel

Mein Brustkrebs war hormonabhängig - sehr sogar. Deswegen muss ich jetzt auch Antihormone nehme. Ich will mir jetzt auch meinen Endoxifenspiegel messen lassen, um zu sehen, ob das Tamoxifen in der Leber verstoffwechselt wird.

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Ergebnisse meiner Vor/Nachsorge

Alles im grünen Bereich. Meine Schlafstörungen, die mich teilweise die Nacht zum Tag machen lassen, kommen vom Tamoxifen. Man kann auch sagen "es sind die Wechseljahre". Durch die Antihormontherapie, die ich ja 5 Jahre - oder auch länger - machen muss, würde ich mit Vollgas in die Wechseljahre katapultiert. Na ja - eigentlich bin ich schon in den Wechseljahren, doch jetzt noch mehr. Um meinen Hormonspiegel zu berechnen, wurde mir Blut abgenommen. Dann kann man sehen, ob meine Eierstöcke noch Hormone produzieren oder ob sie nur so als Zierde da sind. Sollten sie nämlich noch Hormone produzieren, fliegen sie raus. Obwohl - wenn sie nix mehr produzieren, könnte ich sie auch rausschmeißen. Unnötiger Ballast.

Im November gehe ich dann auch zur Beratung ins Brustzentrum. Ich will mir meine gesunde Brust verkleinern lassen. Dann bin ich wieder symmetrisch. Die OP will ich dann im nächsten Jahr - Januar/Februar - machen lassen. Ja - und beim Humangenetiker lasse ich mich auch beraten. Da kann man einen Test machen, ob der Brustkrebs bei mir - außer hormonell bedingt - evtl. familiär bedingt war/ist. Denn ich komme aus einer Brustkrebs/Eierstockkrebs-Familie. Klar, so ein Test hat Vor- und Nachteile. Doch ich weiß dann, woran ich bin und kann mein persönliches Risiko, wieder zu erkranken, besser einschätzen. Obwohl man nie weiß, ob und wann wieder etwas auftaucht. Ich glaube ein geringes Restrisiko wird immer bleiben.

Im Dezember ist dann wieder eine Mammographie beidseitig dran. Also ich wurde von meinem Doc mit vielen Überweisungen versorgt :-) und es bleiben spannende Monate.

Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

Donnerstag, 10. September 2015

Bilder zum Race for the Cure

Am 5./6.9. war ich ja in Frankfurt zum "Race for the Cure". Das war ein unbeschreiblich schönes magisches Erlebnis. Dieser Zusammenhalt - einfach genial. Wir Survivor waren ne tolle pinkene Truppe. Also nächstes Jahr werde ich auf jeden Fall auch wieder Laufen. Wahrscheinlich Köln und Frankfurt.




Sonntag, 12. Juli 2015

Arztsuche und keine Ende?

Ich war am Donnerstag so etwas von angepisst..... ... :-( :O. . Hatte da meine 2. Nachsorgeuntersuchung. Jetzt bekomme ich von dem Doc kein weiteres Rezept mehr für Lymphdrainage. "Sei bei mir nicht erforderlich, weil ich kein Lymphödem hätte."

Stimmt - habe ich auch nicht. Doch trotzdem habe ich Wassereinlagerungen im operierten Mopsie. Es ist laut der Radiologin - wo ich im Juni meine Mammographie hatte - auch noch eine Seromhöhle - also eine Ansammlung von Wundwasser - vorhanden. Das interessierte den Doc aber nicht wirklich.

Auch meine Knochenschmerzen - Nebenwirkungen vom Tamoxifen - in beiden Hüftbeugern ignorierte er. "Sie nehmen Tamoxifen ja noch kein 1/2 Jahr. Warten Sie mal ab, dann müssten die Schmerzen weg sein - und wenn nicht, nehmen Sie eben Ipuprofen."

Ein Ultraschall der Brust fand er auch nicht nötig "das machen ja bei der Mammographie die Radiologen". "Seromhöhle kontrollieren - warum? Nicht nötig."

Wegen dem Tamoxifen, das ich ja seit März nehme, wollte ich eine Endoxifenspiegelmessung machen lassen. "Auch nicht nötig. Ist wissenschaftlich gar nicht erwiesen, dass das stimmt. Außerdem sei so ein Test teuer." 

Blutbild mit Kontrolle der Leberwerte sowie Lebersonographie und Vitamin D - Spiegel messen - soll mein Hausarzt machen.

Okay - er tastet dann nur meine Brust ab - mit Gummihandschuhe (!) versteht sich - weil man da ja auch so viel Gefühl hat, um etwaige Veränderungen zu ertasten. Und das war's. 

Ich hatte noch einige andere Fragen. Diese verkniff ich mir. Jetzt suche ich weiter nach einem anderen Doc. Obwohl ich den glaub schon gefunden habe. 

Einen Tag später - nämlich freitags auf dem Weg zur Lymphdrainage  - betete ich zu Gott und bat ihn, mir doch einen geeigneten Gynäkologen zu zeigen, der für mich ideal ist. Bei dem ich mich gut aufgehoben fühle und mit meinen Ängsten und Sorgen verstanden werde. Bei meiner Therapeutin angekommen, erzählte ich ihr von meinem Arztbesuch. Sie stand auf, ging aus dem Zimmer und kam mit einem Zettel, auf dem die Adressen eines Gynäkologen stand, wieder zurück.

Göttliche Fügung? Ja - so etwas gibt es. 




Donnerstag, 21. Mai 2015

Es wird ruhiger - ich beginne ein neues Leben ....

.... die Reha ist vorbei. Sie tat mir mächtig gut. Viel Infos habe ich erhalten. Auch durch die Literatur, die ich mir zugelegt habe.

Viel Sport habe ich gemacht. Was ich jetzt auch hier Zuhause tun möchte. Ich möchte viel Laufen gehen - in der Natur oder am Laufband, wenn es das Wetter erlaubt, im Freibad Schwimmen gehen ...... so, wie es eben meine MS zulässt. Denn die habe ich ja auch noch an der Backe. Das darf ich nicht vergessen.

Mit meiner Arbeit beim HNO höre ich auf. Ich will mehr für mich tun. Ich will mich wieder mehr meinem Hobby - der Kunst - widmen. 

Jetzt kommen auch noch 2 x die Woche Lymphdrainagen dazu, die auch wieder in meinen Alltag eingebaut werden müssen.

Es wird also in nächster Zeit hier wieder ruhiger werden. Ich schließe das Kapitel "Brustkrebs" ab. Trotzdem werde ich euch hier aber über meine Tumornachsorgen auf dem Laufenden halten, oder wenn es sonst etwas zu berichten gibt, werde ich es auch hier kundtun.


Freitag, 27. Februar 2015

9. Bestrahlung - 2. Woche geschafft

Ja - jetzt ist die 9. Bestrahlung geschafft und ich habe wieder Wochenende :-). Es geht mir soweit gut. Mein Mopsie tut jetzt bissele weh. Doch das ist die Bestrahlung. Schließlich wird das Gewebe ja mit Strahlen beschossen, damit sich nicht mal die kleinste Mikrometastase irgendwo verstecken kann und eventuell auf den Gedanken kommen könnte "och, ich geh mal mutieren". Hautveränderungen sehe ich auch noch nicht. Mein Mopsie ist halt an der Narbe ziemlich warm.

Meine Anmeldung für die Reha habe ich auch schon. Ab 23.04.2015 werde ich in der Maxillianklinik in Bad Waldsee sein. 3 Wochen lang. Wenn ich Verlängerung bekomme eben 4 Wochen lang.

http://www.rehakliniken-waldsee.de/beispiel-seite/klinik-maximilianbad/

So - jetzt werde ich wieder das Wochenende genießen und nächste Woche geht es dann mit den Bestrahlungen weiter.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen


Mittwoch, 14. Januar 2015

Wieder Daheim

Endlich bin ich wieder Daheim. Hier kann ich mich jetzt erstmal von der OP erholen. Nächste Woche muss ich dann wieder ins RBK. Da werden dann alle noch offenen Befund und die weitere  Vorgehensweise besprochen. Jetzt hoffe ich mal, das der Wächterlymphknoten nichts hat und ich somit auf eine Chemo verzichten kann. Somit müsste ich dann nur die 35 Bestrahlungen machen.

Jetzt erhole ich mich die nächsten Tage und werde dann wieder berichten.



Dienstag, 13. Januar 2015

Der letzte Tag

Morgen darf ich nach Hause *freu*.

Das heutige Lebersonogramm mit Kontrastmittel ergab lediglich eine Fettstoffwechselstörung der Leber. Ansonsten war alles i. O. Auch das Knochenszintigramm war unauffällig. Was mich noch wuschig macht, ist, dass das Ergebnis vom Wächterlymphknoten noch nicht vorliegt. Denn an dem Ergebnis hängt es, ob zusätzlich zur Bestrahlung eine Chemo gemacht werden muss oder nicht und ob nochmal nachreserziert werden muss. Was dann heißt, dass die Lymphknoten teilweise raus müssten. Wobei ich Chemo gaaaaaanz weit von mir schiebe. 

Die Rehaberaterin war auch schon an. Denn nach den ganzen Behandlungen möchte ich eine Reha machen. Als Rehaklinik habe ich mir die Marillac Klinik in Bad Überkingen ausgesucht. Dies ist eine kleine Klinik für Brustkrebspatientinnen:


Hier im Krankenhaus habe ich auch eine ganz nette Bettnachbarin gehabt. Mit ihr werde ich mich dann auch mal zum Kaffee trinken treffen. Mit ihr konnten wir sehr gute Gespräche führen. An ihr ist eine Psychologin verloren gegangen.

Ja - und jetzt geht erstmal alles seinen Gang. Vieles ist jetzt "angeleiert" worden. Jetzt werde ich erstmal nach mir gucken. Klingt egoistisch - ich weiß. Doch ich muss jetzt gucken, das es mir wieder gut geht und das ich wieder stabil werde. Die OP war schließlich kein Zuckerschlecken. Und vor der nächsten großen Hürde - der Bestrahlung sollte ich mich erholen. Ausserdem - geht es mir gut, bin ich stabil - geht es auch meinem Mann wieder gut :-).

Montag, 12. Januar 2015

Duschen

Endlich Duschen - Duschen - Duschen. Wow - ihr wisst gar nicht, wie toll das ist, wenn man sich nach 3 Tagen das erste Mal wieder Duschen und Haare waschen kann. Jetzt konnte ich auch meine Wunden mal selbst so richtig anschauen. Da hat Dr. Gerteis schon ein tolles Kunstwerk gebastelt.

Volles Programm

Ich strahle - aber nicht in Form von Strahlen. Anders. Ich bin Radioaktiv. Man hat mir ein Kontrastmittel gespritzt - eine radioaktive Flüssigkeit. Diese wird sich in den nächsten Stunden im Körper verteilen. Bei der Knochenszintigraphie sieht man dann evtl. Anreicherungen der Knochen.

Bei der Lebersonographie konnten sie nichts sehen, bzw. sie haben etwas gesehen, was nicht eindeutig war *omg*. Jetzt muss ich da morgen ein MRT der Leber mit Kontrastmittelgabe machen lassen.

Oh man - heute ist so ein Scheisstag - ein SHT - ein Scheissheultag. 

In der Nacht konnte ich nicht richtig schlafen, weil ich wieder soooooo Kopfkino hatte. Ich habe wieder so Schiess davor, was die Histologie des Wächterlymphknotens bringt. Das Ergebnis ist noch nicht da und ich muss .......... WARTEN.

Ich hasse WARTEN!

Zum Glück konnte heute diese doofe Drainage gezogen werden. Von wegen das tut nicht weh. Es tat weh - mir tats weh. Aber nur kurz. Jetzt ist sie weg und ich darf heute Abend duschen. 

Sonntag, 11. Januar 2015

Tag 3 nach der OP

Meine Schmerzen werden Dank Ibuprofen und Novalgintropfen erträglich. Meine Drainage konnte doch noch nicht gezogen werden. Es läuft immer noch reichlich Blut nach. Heute Nacht waren es 20 ml. Ergo - ich darf immer noch nicht Duschen - nur Katzenwäsche - so bissle mit Waschlappen & Co. KG und muss weiterhin die Brustbandage tragen. Doch meine Schnitte sehen schon ganz gut aus, die Ärzte sind zufrieden.

Freitag, 9. Januar 2015

Tag 1 nach der OP

Gestern war ich viel zu matschig und zu kaputt. Da konnte ich nicht viel Schreiben. Heute geht's schon wieder besser. Hab noch ziemliche Schmerzen in der Brust. Doch ich bekomme Schmerzmittel und dadurch wird es erträglich.

Meine Ergbnisse sind noch nicht da. Ich hatte gehofft, dass sie einen Schnellschnitt machen, doch da hatte ich falsch gedacht. Laut dem Arzt ist die OP gut verlaufen, alles verlief ohne Komplikationen. Auch die Entfernung des Wächterlymphknotens war problemlos.


Mein super-sexy Flügelhemdchen durfte ich gegen eine Jogginghose und Bluse eintauschen.  Die Drainage habe ich noch. Die wird morgen gezogen. 

Einige Info-Broschüren über Brustkrebs habe ich heute auch erhalten.


Donnerstag, 8. Januar 2015

Geschafft

Endlich kam ich um 14 Uhr in den OP. Alles böse wurde heraus geschnitten. Jetzt bin ich einfach nur müde und matschig und werde, sobald ich meine Infusion mit Schmerzmittel habe, schlafen. Das Schreiben heute strengt an. 

Gute Nacht an Alle. 

Warten

Meine Nacht war absolut s......... - wenn ich mal geschlafen hatte, wachte ich kurze Zeit später wieder auf. Der Schlaf war fürchterlich unruhig. Tausend Gedanken belagerten mein Hirn.
Und jetzt liege ich hier mit meinem super-sexy Flügelhemdchen und warte immer noch auf die OP.
Die Warterei macht mich ganz kirre. Ist ja nicht so, dass ich vor der OP keine Angst hätte. Neeeein. Grrrrrr - doch!

Mittwoch, 7. Januar 2015

Angekommen

Nach einer sehr unruhigen Nacht - geschlafen habe ich nicht wirklich viel und einem gemeinsamen Frühstück, machten wir uns auf den Weg nach Stuttgart ins Robert Bosch Krankenhaus. Die Fahrt verlief ziemlich still. Jeder hing so seinen Gedanken nach.

Nach dem "Einchecken" ging es zur Ambulanz. Dort bekam ich nochmal einen Ultraschall und der Operateur bemalte meine Brust. Sieht witzig aus - Kriegsbemalung. Es gibt einen sehr umfangreichen großen Schnitt. Auweija - dachte ich mir, als ich die Zeichnung sah. Der Doc meinte aber "wir haben genug Material um wieder schön aufzubauen". Na toll ...... 

Später musste dann eine radioaktive Flüssigkeit in meine Brust eingespritzt werden, damit sie morgen bei der OP den Wächterlymphknoten finden. Denn der muss auch raus. Bis morgen muss ich jetzt eine enge Brustbandage tragen.

Eine BH-Beraterin war auch schon da und brachte mir einen speziellen BH. Nach der OP - wenn alle Schläuche wieder draussen sind - muss ich für einige Wochen Tag und Nacht diesen BH tragen.

Ja - und nun sitze ich hier auf meinem Bett und blogge. Die Angst sitzt neben mir. Der heutige Tag war sehr emotional geladen. 

Ich werde versuchen, jeden Tag zu berichten. Jetzt sag ich erstmal gute Nacht und hoffe, dass ich schlafen kann.

Samstag, 3. Januar 2015

Der Tag rückt ......

..... immer näher. Noch ein paar Tage, dann muss ich ins RBK. Manchmal frage ich mich, ob ich es überhaupt schon kapiert habe, was mit mir los ist. Ist es schon in meinen Synapsen angekommen? Doch - ich glaube schon. Denn so näher der Krankenhausaufenthalt rückt, umso hippeliger werde ich. Habe zur Zeit auch ziemlich nah am Wasser gebaut. Es drängen sich auch ständig weitere Fragen in mein Hirn. Diese Ungewissheit, wie alles weiter geht, schafft mich. Und dann kommen noch die ach so tollen Ratschläge meiner Umwelt hinzu. Die brauche ich jetzt nicht wirklich. Manchmal denke ich "behalte doch bitte dein medizinisches Halbwissen für dich". Ich muss und werde jetzt erstmal den Ärzten vertrauen. Schließlich habe sie ihren Doktortitel nicht in der Nudelsuppe gefunden.

Dienstag, 23. Dezember 2014

meine ersten Tage mit der Diagnose

Beim Duschen tastete ich vor ein paar Wochen einen Knoten in meiner linken Brust. „Na ja“ – dachte ich mir, mal abwarten, ob er wieder weg geht. War ja schon mal so. Doch nach ein paar Tagen war er nicht weg. Nun wurde ich doch ein wenig unruhig. Da ich ja so wie so einen Termin bei meiner Gyn hatte, wartet ich bis dahin.

Am 10.11.2014 saß ich dann vor ihr und berichtete über meinen Knoten in der Brust. Nach eingehender Untersuchung kam sie dann zu dem Entschluss, mich zur Mammographie zu schicken. Es bestand der Verdacht auf ein Fibroadenom. Fibroadenome sind gutartige Tumore.

Die Mammographie fand dann auch schon am 24.11.2014 statt. Es ist nicht wirklich angenehm, wenn einem die Brust in diesem komischen Gerät zerdrückt wird. Nein.

Nach der dortigen Untersuchung war auch die Radiologin der Meinung, dass es evtl. ein Fibroadenom sei und riet zur Sicherheit zu einer Stanzbiopsie.

Okay - dachte ich mir. Man hatte zwar noch keine 100%ige Gewissheit, doch ich war guter Dinge. Ja - ein Fibroadenom. Das operiert man dann raus und gut ist.

Die Stanzbiopsie ließ ich dann am 05.12.20214 im Robert Bosch Krankenhaus in Stuttgart machen. Mein Mann war auch an meiner Seite. Der Eingriff war nicht angenehm, tat aber nicht weh. Auch die Ärzte dort waren der Meinung, dass es evtl. ein Fibroadenom sein könnte

Am 10.12.2014 rief mich dann der Arzt vom Robert Bosch Krankenhaus an und meinte, „dass es sich leider NICHT um ein Fibroadenom handeln würde, sondern um bösartige Zellen. Ich solle zu einem weiteren Gespräch in die Klinik kommen“.

Peng - dies saß. Was das bedeutet? Brustkrebs. OP. Meine Gedanken überschlugen sich.

Am 15.12 2014 hatten wir dann ein Beratungsgespräch im Robert Bosch Krankenhaus. Dort wurde dann die weitere Vorgehensweise besprochen. Mein Mann begleitete mich auch hier.

Bei dem Gespräch wurde mir noch mal gesagt, dass es sich um eine Mamma-Ca handele und man dieses operieren müsse. Der Knoten und der Wächterlymphknoten würde dann großzügig entfernt werden. Danach bekäme ich dann noch eine Bestrahlung. Ob eine Chemo notwendig sein wird, könne man erst sagen, wenn die Histologie des Tumors vorläge.

Am 08.01.2015 wird die OP durchgeführt - danach wird man weiter sehen. Die Angst bleibt.

So viele Fragen prasseln plötzlich auf mich ein. Ich habe Angst und mache mir Gedanken - ja - die mache ich mir. Ständig, den ganzen Tag. Manchmal vergesse ich aber auch, mir Gedanken zu machen. Das ist auch gut so.

Jetzt will ich mal aufschreiben, was ich so denke *überleg*. Tut nämlich gut. So wie damals, als ich meine Diagnose MS bekam. Da schrieb ich auch alles in einem Blog nieder. Dies ist meine Art, mit allem fertig zu werden. Sich einfach alles von der Seele zu schreiben. Mir half es damals und wird mir auch jetzt wieder helfen. Und vielleicht kann ich dann ja auch anderen Betroffenen wieder Mut machen.

Es sind nur ein paar Kleinigkeiten, die mir so im Hirn rumschwirren. Ich fange mal an - ja?
Wem das Lesen bis jetzt zu langweilig wurde, soll einfach den "Aus-Knopf" drücken - ja?

Meine Gedanken .....

* was für ein Krebs ist das?
* habe ich ihn schon lange?
* reicht 1 OP oder muss nachoperiert werden? 
* hat er gestreut?
* sind Lymphknoten auch befallen?
* wie geht es nach der OP weiter?
* muss ich eine Chemo machen oder reicht die Bestrahlung?
* fallen mir die Haare aus?
* muss ich eine AHB machen - also eine Anschlußheilbehandlung?
* wie gehe ich überhaupt damit um?
* wie geht mein Mann, meine Familie damit um?
* komme ich klar damit?
* kommen sie klar damit?

Das ich an Brustkrebs erkrankt bin reißt mich mehr, als damals 2004 die Diagnose "Sie haben MS".
Manchmal denke ich "Conny, dass schaffst du" - manchmal. Dann denke ich an meinen Papa. Er war lange Jahre stark und hat sich seinem Krebs gestellt. Meine Tante Ruth aus USA sagte zu mir: „wir sind Weibel’s – wir sind stark!“

Ja -  ich muss positiv denken – auch wenn es mir oft schwer fällt. Tschaka!

Ich werde euch hier auf jeden Fall immer auf dem Laufenden halten - okay? Wer es nicht lesen will - oben rechts ist der "Aus-Knopf".